Samstag, 12. Dezember 2015

Der Himmel auf Erden in "Eden"

Wir haben gestern Abend schon gedacht, dass es kalt ist. Aber heute Morgen gab es den totalen Schock für uns 4,8°C zeigt das Thermometer an. Am liebsten würden wir uns wieder unter die warme Decke kuscheln. Das ist aber nicht drin.

Wir machen uns auf den Weg zur Küste und hoffen, dass es dort ein bisschen wärmer ist. Als wir in dem Ort „Bega“ ankommen, haben wir  es immer noch nicht übers Herz gebracht, die Pullover auszuziehen und das obwohl die Temperaturen wieder auf ein erträgliches Maß gestiegen sind.

Wir unternehmen einen kleinen Spaziergang um uns wieder aufzuwärmen. Dabei laufen wir durch ein seltsames kleines Wäldchen, direkt an der Küste entlang. Die Kronen der Bäume formen eine Art Tunnel durch den man läuft. Um uns herum scheint alles grau zu sein und dann kann man plötzlich das strahlend blaue Wasser erspähen. 
Wir schlendern eine Weile entlang der Pfade und genießen hier und da die Aussicht, ehe wir zurück zum Van gehen.

Nach einem kleinen Mittagessen in einem Park fahren wir weiter zu einem anderen Wanderweg. Wir folgen der Strecke bis der Blick auf die Küste frei wird. Vor uns fällt eine riesige Felswand steil ab. Das spektakuläre daran ist die Farbe des Felsens. 
Die Formation heißt übrigens „The Pinnacle“, ja genauso wie in Westaustralien. Den übersetzt steht das Wort „Pinnacle“ für „Spitze“. Das wussten wir bis heute auch noch nicht. Wir dachten immer, dass es ein Fantasie-Name für die Formationen ist. Man kann nur dazulernen.

Der Highway führt uns weiter in das Örtchen „Eden“. Und ich muss ehrlich zugeben, dass es für mich wirklich wie der Himmel auf Erden war und ihr kommt nie darauf warum!
Es gab heiße öffentliche Duschen. Was für eine Wohltat. Vor allem bei dem kalten Wind, der am Meer immer geht, aber das seht ihr auf den Bildern wahrscheinlich gar nicht, deswegen wollte ich das hier mal noch erwähnt haben.

Im Anschluss ging es für uns weiter zum heutigen Rastplatz. Auf dem Weg dorthin haben wir die Grenze zwischen „New South Wales“ und „Victoria“ überquert.

Während wir unser Abendessen genießen, naschen die Papageien im Baum neben uns an den Früchten und machen ganz schön Krawall.

Kaum ist die Sonne untergegangen wird es schnell wieder kalt und wir kuscheln uns in unseren Van.


Gute Nacht

Freitag, 11. Dezember 2015

Kosciuszko National Park

Bevor wir in den „Kosciuszko National Park“ gefahren sind, haben wir einen Stopp in dem Ort „Cooma“ eingelegt. Hier wurden wir im Info-Zentrum bestens beraten und haben die nötigen Karten bekommen.

Für den Park werden pro Tag 17$ Eintritt fällig, danach kann man aber auf allen Campingbereichen im Park kostenlos übernachten.

Unser erster Weg führt zum „Charlotte Pass“, hier folgen wir einem kurzen Weg zum Aussichtspunkt. Vor uns liegen einige Berge, darunter auch der höchste Berg Australiens „Mt. Kosciuszko“ (2228m). Der sticht allerdings nicht wirklich hervor, da die umliegenden Bergketten eine ähnliche Höhe haben. 
Auf einigen der Gipfel können wir sogar Reste von Schnee entdecken.
Der Wind pfeift uns um die Ohren und wir sind mit kurzen Hosen wohl doch nicht ganz so passend gekleidet, immerhin haben wir daran gedacht, einen Pullover anzuziehen. 
Wir genießen noch ein wenig den Blick und machen uns schnell wieder auf zum warmen Van.

Die Fahrt durch den National Park bietet Blicke auf die unterschiedlichsten Landschaften. Saftig grüne Wiesen, eiskalte, steinige Flüsse, blauer Himmel, weiße Wolken, Hänge voller abgestorbener Bäume und zwischendrin schlängelt sich die Straße mit ihren grell-gelben Straßenmarkierungen. Hier trifft man auf ein ganz anderes Australien.

Der Ort „Threbdo“ ist ein beliebtes australisches Skigebiet und liegt in einem Tal zwischen den ganzen Gebirgen. Hinter den Häusern erstrecken sich die momentan grünen Pisten. Und man kann sich gar nicht vorstellen, dass die Hänge im australischen Winter voll mit Schnee sein können.

Von „Threbdo“ aus starten viele der Wanderstrecken des Gebietes, unter anderem auch der Weg bis zum Gipfel des „Mt. Kosciuszko“. Für eine 5 Stunden Wanderung durch die Kälte sind wir dann aber doch nicht ausgestattet und auch viel zu faul.

Wir genießen die Fahrt entlang der gewundenen Straße, die uns mal auf luftige Höhen und dann wieder in grüne Täler führt.
Für die Nacht machen wir halt an einem kleinen Rastplatz neben einem Bach. Mit einem Lagerfeuer halten wir uns warm und genießen die Stille des Parks und die Dunkelheit der Nacht. 

Am nächsten Tag passieren wir auf 1488m den höchsten Ort Australiens, „Cabramurra“. Das Ortseingangsschild begrüßt uns in der höchsten Stadt, ob man die paar Häuschen um das Postamt allerdings als Stadt bezeichnen darf, bezweifeln wir stark.

Einen weiteren Stopp legen wir an einem natürlichen „Thermal Pool“ ein. Hier planschen wir ein wenig im 27°C warmen Wasser, ehe wir uns auf den Weg zurück nach „Cooma“ machen.

Am Nachmittag erreichen wir den „Fred Piper Memorial Lookout“. Leider kann man auf Grund der üppigen Vegetation nicht allzu viel sehen. 

Für die Nacht haben wir einen kleinen Campinplatz in einem naheliegenden National Park gefunden. Dazu mussten wir den armen Van mal wieder über eine 14 Kilometer lange „Dirt Road“ jagen. Die Straße war aber in einem guten Zustand und am Van ist alles heil geblieben.
Den Abend haben wir am Lagerfeuer ausklingen lassen. Es war so kalt, dass wir unsere Mützen rausgekramt haben. 

Mittwoch, 9. Dezember 2015

In der Hauptstadt (der Parkgebühren)

Heute Morgen haben wir für die nächsten beiden Nächte in einem Campingplatz eingebucht, bevor wir die Grenze zum „Australian Capital Territory“ überquert haben und in die Stadt „Canberra“ gefahren sind. Die Grenze selber ist unspektakulär markiert, lediglich ein kleines weises Schild am Straßenrand. Das war noch nicht einmal ein Foto wert. 
Also ging es weiter zum Infor-Zentrum der Stadt. Hier wurden wir von einer nicht ganz so netten Dame mehr schlecht als recht beraten. Fazit der Auskunft: Canberra hat Dinge, die man besichtigen kann und es gibt Busse, die dahinfahren. Aha…

Selbst ist der Reisende, wir werden schon zu den „Attraktionen“ finden. Aber zuerst müssen unsere hungrigen Mägen gefüllt werden. Schon von weitem wird man bei jedem Parkplatz, sei es direkt auf der Straße oder neben einen Park von einem großen „Pay here“-Schild [=Hier bezahlen] begrüßt. Also wartet Nico im Auto und ich besorge uns schnell einen Happen, ehe es weiter zum „Australian War Memorial“ [=Australisches Kriegsdenkmal] geht.
Wie durch ein Wunder sind hier die ersten 4 Stunden parken um sonst. Warum das so ist, ist uns allerdings später schnell bewusst geworden. Zuerst tritt man durch den massiven Eingang in einen riesigen Hof. An den Wänden der Seitengänge hängen Tafeln mit allen (?) Namen der in den vergangenen und noch laufenden Kriege gefallenen Australiern. Über Lautsprecher werden von Kindern alle Namen und das Alter der jeweiligen Person vorgelesen, da läuft einem der kalte Schauer über den Rücken. 
In dem großen Raum am Ende des Hofs befindet das Grab eines unbekannten australischen Soldaten, der dort symbolisch für alle anderen Kriegsopfer bestattet wurde (nachdem seine sterblichen Überreste auf irgendeinem Schlachtfeld ausgegraben wurden).
In einem kleinen Nebenraum befand sich eine Ausstellung mit allen möglichen Gegenständen aus der Zeit des 1. Weltkrieges und wie wir so durch die Ausstellung schlendern wird uns bewusst, wie riesig das Museum eigentlich ist. Denn neben Infos, Filmen, Figuren und Artefakten aus dem 1. und 2. Weltkrieg werden auch ALLE anderen Kriege, an denen Australien jemals beteiligt war behandelt. Wir sind also ziemlich lange durch alle Räume geschlendert und wussten jetzt auch warum die ersten 4 Stunden kostenlos sind. Wenn man alles sehen und lesen würde, wäre man locker über 4 Stunden beschäftigt. Wir ziehen es durch und laufen tapfer durch die Räume bis wir endlich am Ausgang ankommen. Das war erst einmal genug „Kriegsgeschichte“ für uns für die nächsten Jahre.

Auf unserer Heimfahrt zum Campingplatz sind wir dann noch zufällig über ein Ikea gestolpert. Wir hätten gar nicht erwartet, dass es das in „Canberra“ gibt. Bei der nächsten Ausfahrt ging es runter und ab zum „Hot-Dog-Abendbrot“.

Und dieses Mal war ich vorbereitet!!! 
Nie wieder Hot-Dog ohne Röstzwiebel.

Für den nächsten Tag (Dienstag) haben wir uns das „Parliament House“ vorgenommen. Da hier auch wieder nur die ersten beiden Stunden parken kostenlos waren, sind wir zügig durch das Gebäude gelaufen, haben aber trotzdem alles gesehen.
Zu unserer Überraschung wurden wir an dem kleinen Info-Stand am Eingang auf Deutsch begrüßt. Nachdem der Mann uns auf einer Karte des Gebäudes alles gezeigt hat ging die Erkundungstour auch schon los. Das Gebäude, was sich in der Mitte eines riesigen Kreisverkehres befindet ist von außen wie inne in wahrer Augenschmaus. Die Treppen und Säulen aus Marmor, teure Gemälde, Original-Kunstwerke und ein originales Exemplar der „Magna Carta“, hier wurde wirklich nicht gespart.
In einem großen offenen Raum hängen Bilder aller Premierminister Australiens, es hat den Anschein, dass sich die „Gezeichneten“ den Künstler selbst auswählen dürfen, denn zwischen vielen klassischen Gemälden hing auch die ein oder Andere abstraktere Version.
Links und rechts des Hauptgebäudes befindet sich jeweils der Sitzungsraum des Senats und des Repräsentantenhauses.
Über einen Fahrstuhl gelangt man auf das mit Gras bewachsene Dach des Gebäudes. Von hier aus kann man direkt bis zum „Australian War Memorial“ sehen. Ansonsten hat mich der Blick von hier oben nicht wirklich beeindruckt, aber vielleicht lag es auch am schlechten Wetter.

Das Gebäude generell ist meiner Meinung nach eine architektonische Meisterleistung und definitiv ein tolles Fotomotiv, wenn man den richtigen Winkel findet. Wer mehr wissen will, fragt einfach „google“.

Nach unserem Ausflug in die Welt der Politik ging es weiter zum „National Museum of Australia“ [Australisches National-Museum]. Zum Glück sind wir mit dem Van unterwegs, denn „Canberra“ ist wirklich keine Stadt, die sich gut zu Fuß erkunden lässt. Alles liegt relativ weit auseinander und die Buszeiten, die uns die Dame aus der Info so gnädig in die Hand gedrückt hat sehen auch nicht so gut aus.

Auf dem Parkplatz vor dem Museum zahlen wir für die nächsten 2 Stunden und flüchten noch rechtzeitig in das Gebäude, bevor es anfängt zu regnen. Wir schlendern eine Weile durch die Ausstellung, die ein bunter Mix aus Allem ist. Wir müssen aber zugeben, dass uns andere Museen besser gefallen haben.

Der Regen hat sich etwas gelegt und wir fahren zurück zum Campingplatz, machen etwas Ordnung im Van und aktualisieren den Blog für euch.

Den Freitag haben wir mit einem Blick über die Stadt begonnen. Dazu sind wir auf den „Mt. Ainslie Lookout“ gefahren. 
Von hier aus kann man einen relativ ungestörten Blick auf „Canberra“, die Kompromiss-Hauptstadt, genießen. Nachdem sich „Sydney“ und „Melbourne“ nicht einigen konnten, wer der denn nun Hauptstadt sein darf, wurde getreu dem Motto „Wenn Zwei sich streiten freut sich der Dritte“ „Canberra“ zur Hauptstadt auserkoren und hat kurzerhand ein Teil des Staatsgebietes von „New South Wales“ abbekommen. Wieder kann ich alle die, die mehr wissen wollen an „google“ verweisen.

Als nächstes  ging es zum Botanischen Garten der Stadt. Nachdem wir unser Kleingeld in den hungrigen Parkticket-Automaten gesteckt hatten, konnten wir die nächste Stunde durch den weitläufigen Park schlendern. Die Sonne scheint heute ohne Erbarmen und wir sind froh hier und da ein wenig Schatten zu erhaschen. 
Aber auch hier müssen wir wieder zugeben, dass andere Parks wesentlich schöner gestaltet sind.

Die letzte Attraktion, die wir uns für die Hauptstadt Australiens vorgenommen hatten nennt sich  „The Mint“.
Hinter diesem Begriff verbirgt das Gebäude in dem die Münzen für Australien (und auch ein paar andere asiatische Länder) hergestellt werden. Die geführte Tour haben wir leider um 5 Minuten verpasst aber es lohnt sich auch allein durch die Ausstellung zu schlendern. Unzählige Tafeln informieren über die Entwicklung der Münzen von früher bis heute. 
Am besten ist aber, dass man durch riesige Glaswände in die laufende Produktion Einsicht hat. Aber sind wir mal ehrlich, viel sieht man nicht. Ich fand es trotzdem super interessant das Ganze mal zu sehen.

Im Anschluss sind wir zu einem Rastplatz neben dem Highway gefahren. Morgen geht es zum höchsten Berg Australiens.

Aber zuerst genießen genießen wir ein kühles Bier und den Sonnenuntergang. 

Sonntag, 6. Dezember 2015

Weiter in Richtung Inland

Am Morgen ging es gut ausgeschlafen weiter entlang der Küste bis zur „Batemans Bay“. Nach einem kurzen Besuch im Info-Zentrum starten wir unsere heutige Tour entlang der Küste. An einem der Strände halten wir zum Duschen. Nico badet vorher noch eine Runde im Meer, ich traue mich dieses Mal immerhin schon bis zur Hüfte ins Wasser – wir machen Fortschritte. Um die kalte Dusche komm ich aber nicht drum rum.

Im Anschluss haben wir in einem kleinen Park am Meer Mittag gegessen, ehe es weiter ging. Es ist schon herrlich so nah am Meer entlang zu fahren und hier und da einen Blick auf die tollen Strände zu erhaschen. Ein Ausblick hat uns besonders gut gefallen, aber ich kann euch nicht sagen, wie der Strand heißt.

Bevor es über den Highway zurück zur „Batemans Bay“ ging, kamen wir noch an der Stelle vorbei, an der der Sandstein für die Pfeiler der „Harbour Bridge“ in „Sydney“ abgebaut wurde. In einem kleinen Park stehen ein paar Infotafeln dazu, aber man sollte sich bloß nicht zu viel davon erwarten.

Von der „Batemans Bay“ aus ging es weiter in Richtung Inland.
Unser nächstes Ziel heißt „Canberra“.

Für die Nacht stoppen wir an einem Rastplatz neben dem Highway.
Morgen schnuppern wir dann Hauptstadtluft.


Bis dahin. 

Samstag, 5. Dezember 2015

Kängurus am Strand?

Nach einigen Kilometern erreichen wir heute „Ulladulla“, ja der Ort heißt wirklich so. 
Hier sind wir ein wenig an einem kleinen Strand spaziert. Was für eine tolle Kulisse. In den Wellen im Wasser versuchen die Surfer ihr Glück, der Sandstrand sieht einladend aus und hinter uns erheben sich steile Felsen, an denen das Wasser sanft hinabläuft oder tropft. Das Ganze umgeben von satten Grüntönen und begleitet von herrlichstem Sonnenschein.

Wieder müssen wir einige Kilometer fahren, ehe wir an unserem nächsten Ziel, dem „Durras Beach“ ankommen. Hier sollen sich die Kängurus angeblich am Strand entspannen. Leider konnten wir außer Sand und Menschen nichts weiter am Strand entdecken. 
Gefunden haben wir die Kängurus dann aber doch noch. Auf einer Wiese direkt hinter dem Strand hat eine größere Gruppe gegrast. Die 2 auf dem Bild dachten, dass sie sich gut verstecken.

Bei unserer weiteren Suche nach Kängurus am Strand sind wir auf herrliche Felsen gestoßen, an denen sich die Wellen unentwegt brechen. Hier sieht man einmal, was für eine Kraft hinter den Wasser steckt. Die Felsen selbst haben wir so noch nie gesehen. Das Salzwasser hat über tausende Jahre die weicheren Gesteinsarten so ausgespült, dass herrlich Muster entstehen.
Stundenlang hätten wir dort stehen können, aufs Meer hinausstarren und den Wellen lauschen können, aber wir müssen ja auch irgendwo schlafen, also ging es zurück zum Van und auf Schlafplatzsuche.

Unsere schlaue App, mit der wir so gut wie immer eine passende Schlafgelegenheit finden, hat uns auch heute nicht im Stich gelassen. Auf den ersten Kilometern der „Dirt Road“ waren wir noch etwas skeptisch, wo es uns hinführt, aber nach 10 Kilometern Staub aufwirbeln waren wir endlich am Ziel. Ein kostenloser Campingplatz mitten im Wald keine 5 Minuten vom Strand entfernt.

Es war schon ziemlich voll, aber wir haben zum Glück noch ein Plätzchen gefunden.
Am Abend haben wir den Sonnenuntergang am Strand genossen, bevor wir mal wieder von einem Opossum besucht wurden. Gut wie wir sind, hat es sogar eine Nektarine von uns bekommen.

Bei unserem Spaziergang am Strand hab ich dann auch DEN Beweis gefunden, dass Kängurus tatsächlich ab und zu den Sand zwischen den Zehen genießen.

Irgendwann sind wir dann ins Bett geklettert und konnten dank „Oropax“ (ihr wisst schon die Gehörschutzdinger, die man sich in die Ohren steckt) eine ruhige Nacht genießen.

Merke: am Wochenende sollte man kostenlose Campingplätze am Strand in Stadtnähe meiden, außer man mag laute Musik und „Party-People“.


Gute Nacht.

Freitag, 4. Dezember 2015

Postkartenstrand in der Jervis Bay

Nach einer ruhigen Nacht starten wir entspannt in den heutigen Tag. 

An einem Lookout haben wir einen kurzen Stopp eingelegt und den Blick auf die Küste genossen.


Der nächste Halt war das Headland in "Gerroa". Von hier aus hat man einen herrliche Aussicht auf den "7 Mile Beach". Dort haben wir dann auch noch kurz angehalten bevor es zum Infozentrum nach "Nowra" ging.

Eine halbe Stunde später sitzen wir bepackt mit Karten und bestens beraten wieder im Van.

Unser Weg führt uns in den Ort "Huskisson", der an der "Jervis Bay" liegt. Wir schlendern ein wenig durch einen kleinen Park und genießen den Blick auf die Bucht mit ihrem fast weisen Sandstrand. 

Unseren letzten Stopp legen wir am "Chinaman Beach" ein. Während ich den Sand zwischen den Zehen genieße, stützt sich Nico in das kalte Wasser. Der Strand ist wirklich ein traumhaftes Postkartenmotiv. 

Im Anschluss ging es zu einer kalten Dusche.
Wir sind noch ein wenig an dem kleinen Strand direkt nebenan spaziert, bevor wir zum heutigen Schlafplatz aufgebrochen sind.

Am Abend hatten wir dann noch eine Begegnung mit einem typisch australischen Tier, der "Huntsman", eine Handteller große Spinne. Natürlich musste die im Mädchen Klo wohnen, damit steht fest, das mich hier keiner noch einmal in das Klo bekommt.

Bis morgen.

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Wieder on Tour

Heute Morgen haben wir die letzten Sachen im Van verstaut, bevor wir in Richtung „Wollongong“ aufgebrochen sind. 
Dieses Mal wissen wir, wo die Mautstraßen sind und haben sie bewusst umfahren. Nach circa einer Stunde haben wir das gröbste Stadtverkehrschaos hinter uns gelassen und die Straßen werden endlich wieder etwas freier.

Den ersten Zwischenstopp haben wir am „Bald Hill Lookout“ eingelegt. Zwischen etlichen posenden Asiaten finden wir einen Platz am Rand der kleinen Wiese und genießen den Ausblick auf die Küste vor uns. Hinter uns machen sich Paragleiter fertig um von der Steilküste zu springen und eine Runde über allem zu schweben und den Blick aus der Vogelperspektive zu erleben.

Eine kleine Randnotiz zu den asiatischen Touristen: Es ist kein Klischee, sie fotografieren wirklich ALLES. Natürlich stehen sie dazu immer lächelnd vor dem Motiv und zeigen Peace-Zeichen oder machen irgendwelche anderen vollkommen unerklärlichen Gesten.

Auf unseren Weg zum nächsten Ort fahren wir über die „Seacliff Bridge“ [=Küstenbrücke]. Früher führte die Straße hier direkt neben den Felsen der Steilküste entlang. Häufig gab es Erdrutsche oder herunterfallende Felsen, die die Strecke unpassierbar machten. Also wurde hier eine Brücke mit ausreichend Abstand zur Felswand gebaut, um das zu vermeiden. Jetzt kann man den herrlichen Blick in Sicherheit genießen.

Am Nachmittag sind wir dann in „Wollongong“ angekommen. Hier haben wir zuerst den Ausblick auf den Leuchtturm und das Meer genossen. Eigentlich ein schöner Ort, wäre da nicht die riesigen Industriegebäude direkt an der Küste. 

Als nächstes sind wir zum Info-Zentrum in der Stadtmitte gefahren, da es in der Umgebung aber keine Parkplätze gab, ging es einfach weiter zum „Nan Tien Tempel“. 

Schon von weitem sieht man den Turm des Tempels, der so gar nicht ins Bild passt. Wir schlendern ein Wenig durch die Anlage, müssen aber feststellen, dass es mit den alten traditionell gebauten Tempeln, wie wir sie in „Bali“ oder „Bangkok“ gesehen haben nicht mithalten kann. Aber ein Besuch lohnt sich trotzdem.
Um die heiligen Räume zu betreten, muss man bestimmte Kleidervorschriften einhalten. Ich war mit meiner kurzen Hose schon recht grenzwertig, aber durfte trotzdem gehen. Die Schuhe muss man draußen lassen und auch fotografieren oder filmen ist verboten. Schade, denn bei den Räumen würde sich ein Foto wirklich anbieten. 

Wer es sehen will, muss selber herkommen. 

Letzter Stopp für heute war der Ort „Kiama“, hier gab es „Blowholes“ [=Blaslöcher], wie wir sie schon in Westaustralien gesehen haben.
Immer wieder interessant, was Mutter Natur so formt und schafft. Es ist auf jeden Fall ein toller Anblick, wenn die Wasserfontäne aus einem der Felsspalten schießt. Und mit meiner neuen Kamera macht es auch endlich wieder Spaß das Ganze zu fotografieren.


Für die heutige Nacht sind wir auf einem kleinen Rastplatz neben dem Highway angehalten.

Gute Nacht und bis morgen.

Mittwoch, 2. Dezember 2015

Sydney die Zweite

Heute Morgen (25. November) sind wir auf einen anderen Campingplatz gewechselt, der näher an der Stadt liegt und von dem aus man ganz einfach eine Bahnstation erreichen kann. Für die nächsten 7 Tage werden wir das kleine Fleckchen Wiese unser „zu Hause“ nennen.

Nachdem wir uns kurz eingerichtet haben, ging es zu Fuß zur Bahnstation, wo wir uns eine 7-Tages-Karte gekauft haben. Damit können wir alle öffentlichen Verkehrsmittel unbegrenzt nutzen.

Im Anschluss ging es natürlich in das Zentrum von „Sydney“ und damit haben wir heute offiziell die Runde voll – 360° Australien. Jetzt können wir behaupten, Australien einmal umrundet zu haben. Nach fast 2 Jahren haben wir endlich das geschafft, was wir uns im ersten Jahr vorgenommen hatten.
„Sydney“ hat sich innerhalb der 2 Jahre nicht wirklich verändert. Die Oper und die „Harbour Bridge stehen noch und auch sonst scheint alles beim Alten zu sein. Auch das Wetter ist heute so, wie wir es von der Stadt gewöhnt sind, es ist warm, nein eigentlich ist es heiß.
Wir schlendern ein wenig durch die Straßen und Gassen und genießen den Rest des Tages.


Am nächsten Tag besuchen wir zuerst das Kunstmuseum, bevor es in den Botanischen Garten geht. Hier stolpern wir ungewollt über eine Ausstellung eines Fotografen, der gleich mal meine Kamera unter die Lupe nimmt. Aber auch er kann sich nicht erklären, warum das gute Stück manchmal einfach nicht mehr funktionieren will.

Wir laufen zum „Circular Quay“, den Punkt in der Stadt, an dem Bus, Bahn und Fähre aufeinander treffen und man einen guten Blick auf die Oper und die „Harbour Bridge“ hat. Vom hier aus geht es mit Bus und Bahn zum wohl berühmtesten Strand Sydneys, dem „Bondi Beach“.
Hier reihen sich die halbnackten Körper der Sonnenanbeter nebeneinander und man findet kaum noch ein freies Plätzchen im Sand. Ich möchte gar nicht wissen, was hier am Wochenende los ist.
Nico stürzt sich in die Fluten während ich nur zusehe und in der Sonne brate. Mein Fußzehtest hat ergeben, dass das Wasser viel zu kalt für mich ist.

Den Freitag haben wir in einem Shopping-Zentrum verbummelt und versucht die vorweihnachtliche Stimmung in uns aufzunehmen. Aber mal ehrlich, mit blauem Himmel, Sonnenschein und Palmen kommt das Weihnachtsgefühl nicht wirklich auf.

Am Samstag sind wir mit der Fähre nach „Manly“ gefahren und wollten Elias besuchen, bei dem vor 2 Jahren unser ganzes Abenteuer angefangen hat. Der wohnt aber nicht mehr da. Also haben wir uns am Strand noch ein wenig die Sonne ins Gesicht scheinen lassen, bevor es zurück zum „Circular Quay“ ging. 
Von hier aus haben wir uns den Touristenmassen in Richtung  Oper angeschlossen.

Am Abend haben wir 2 Schulkameraden von mir Besucht.  Mareike, Norbert (ich hoffe ihr habt nichts gegen eine namentliche Nennung) an diese Stelle bedanken wir uns noch einmal für das Bier und die Grainwaves.

Am Sonntag haben wir schön ausgeschlafen. Da für heute Regen angesagt war, hatten wir ein Museumsbesuch geplant. Vom Himmel strahlt uns die Sonne entgegen und wir entschließen uns gegen Museum und für einen Stadtbummel. Der Eintrittspreis für das Museum hat uns diese Entscheidung erleichtert.
In einem der Geschäfte gab es ein gutes Angebot für das Kameramodell, was ich schon in „Brisbane“ versucht hatte zu bestellen. Schon ein sehr verlockendes Angebot aber trotzdem muss ich erst noch einmal darüber nachdenken.

Am Montag haben wir dann Nägel mit Köpfen gemacht. Es ging in die Stadt und direkt zum Kamera-Händler. Hier habe ich mir die neue Kamera gegönnt. Grinsend wie ein Honigkuchenpferd ging es dann zurück zum Campingplatz. Ab sofort kann ich endlich wieder stressfrei Bilder machen.

Am Abend waren Mareike und Norbert zu besuch. Auch an dieser Stelle wieder „Danke für das Bier“. Beim nächsten Mal zeigen wir bessere Gastgeberqualitäten.
Nachdem wir die beiden zum Zug gebracht hatten, hat uns ein Opossum besucht und ich konnte gleich meine neues „Baby“ ausprobieren.

Heute ist der letzte Tag unserer Fahrkarte, wow die 7 Tage hier vergingen fast im Flug. Für unseren letzten Stadttag haben wir uns die „Harbour Bridge“ vorgenommen. Wir sind einmal über die Brücke gelaufen und haben den herrlichen Blick auf die Stadt genossen. 

In einem der Brückenpfeiler, die nebenbei bemerkt nur eine ästhetische Funktion haben, ist ein kleines Museum und eine Aussichtsplattform angelegt. Für 8,50$ pro Person (Studentenrabatt) darf man die 200 Stufen nach oben erklimmen und hat einen atemberaubenden Blick über die Stadt, den Hafen und die Brücke. Definitiv ein Must-Do hier in „Sydney“. Der Ausblick allein ist schon sein Geld wert aber auch das Museum informiert anschaulich und nicht zu überladen, wie die Brücke gebaut wurde.

Gegen Mittag ging es mit der Fähre nach „Cockatoo Island“. Hier wurden früher Schiffe gebaut und repariert. Heute ist die Insel ein kostenloses Museum. Wir schlendern über das Gelände. In einem der unterirdischen Tunnel genießen wir die kühle ehe er uns zurück in die Hitze der australischen Sonne führt. So wirklich können wir aber hier nichts anstellen, die meisten Gebäude sind abgeschlossen und die sporadisch platzierten Schilder sind nicht wirklich aufschlussreich.

Wir fahren mit der Fähre zurück zum „Festland“ und mit dem Bus weiter zum „Darling Harbour“. Hier sind wir noch ein bisschen durch ein Einkaufszentrum geschlendert ehe es zurück zum Campingplatz ging.

Wir haben noch eine weitere Nacht verlängert und verbringen den heutigen Tag mit Vorbereitungen auf die Weiterreise. Einkaufen, tanken, Blog schreiben und den Van auf Vordermann bringen… Das Wetter ist perfekt dafür, es ist bewölkt und kalt.  

Morgen geht es weiter in Richtung Süden unser nächstes großes Ziel ist „Canberra“, die Hauptstadt Australiens.

Wir melden uns.