Sonntag, 7. September 2014

Die vollautomatisierte Toilette

Am Morgen wundern wir uns, warum alle anderen Autos am kostenlosen Rastplatz schon weg sind. Keine 5 Minuten später wissen wir warum, kaum einen Schritt aus dem Auto getan, werden wir von vielen winzigen Fliegen umschwirrt. Ist ja nicht so schlimm denken wir uns, aber langsam fängt es überall an zu zwicken und zu kribbeln. Wir machen unsere erste Bekanntschaft mit der sogenannten Sandfliege. Die kaum zu sehenden Tiere beißen an jeder Stelle des Körpers, die nicht von Stoff bedeckt wird. Wir flüchten uns gefolgt von 1000 der kleinen Tierchen ins Auto und starten in Richtung Stadtzentrum. Wir öffnen die Fenster um die lästigen Biester loszuwerden, alle die nicht freiwillig aus dem Fenster fliegen, werden erschlagen.

In Port Hedland finden wir die unsinnigste Erfindung, aller menschlichen Erfindungen – eine vollautomatisierte öffentliche Toilette. Von außen sieht sie aus wie ein Fahrstuhl, der unscheinbar in der Fußgängerzone steht. Innen muss man überall nur noch seine Hand davor halten, um jegliche Funktionen nutzen zu können. Nein, hier darf man sich das Klopapier nicht selber nehmen, man muss die Hand vor einen kleinen Sensor halten, der einem dann immer einen winzig kleinen Fetzen Papier aus einer Öffnung an der Wand schiebt. Die Musik [ja, ihr lest richtig, es wird tatsächlich Musik gespielt] erinnert auch an einen Fahrstuhl. Das Klo spült automatisch, wenn man sich die Hände wäscht, das ist auch mal eine Art Leute zur Hygiene zu erziehen. In einer der Ecken befindet sich knapp unter der Decke ein Duschkopf, bei dem man nicht weiß, ob er gleich an geht um den automatischen Reinigungsvorgang einzuleiten oder nicht. Immerhin darf ich mich noch selbst mit dem streng rationierten Papier abwischen.


Während wir frühstücken bestaunen wir die riesigen Frachter, die aus dem Hafen fahren und in ihren Bäuchen Tonnen von eisenhaltiger Erde in die weite Welt verschippern. Inzwischen haben sich überall, wo uns die Sandfliegen gebissen haben, kleine rote Kreise gebildet und wir sehen aus, als hätten wir irgendeine üble Krankheit.

Gestärkt geht es ins Infozentrum, die junge Dame bestätigt unseren Verdacht, dass Port Hedland der denkbar ungünstigste Ort ist, um ein Auto zu reparieren oder zu verkaufen. Sie zeigt uns auf der Karte aber eine Straßenkreuzung, an der man sein Auto zum Verkauf anbieten kann. Wir machen uns auf dem zur Straßenkreuzung, dort angekommen, stellen wir fest, dass hier runtergekommene Schrottkarren zu Wucherpreisen angeboten werden. Eigentlich ideal um unsere Roose hier anzubieten, aber was machen wir dann ohne Auto und mit einem viel zu kleinen Rucksack, in dem nicht mal ¼ unserer Sachen Platz finden würde?

Etwas entmutigt beschließen wir, erst einmal zu dem Strand zu fahren, die uns die Frau aus dem Infozentrum empfohlen hat. Wir erreichen unser Ziel, den geruchsintensivsten Strand, den wir in Australien je gesehen/gerochen haben. Schön ist anders und ins Wasser will hier keiner freiwillig.

Also drehen wir wieder um, kaufen ein und kehren dann zurück zum kostenlosen Campingplatz außerhalb der Stadt. 
Keine Sandfliegen in Sicht – Gott sei Dank.

Samstag, 6. September 2014

Da wird das Überholen zum Abenteurer

Den Morgen beginnen wir mit einer unsere Lieblingsbeschäftigung: 
Auto einräumen. Heutiges 
Tagesziel ist das 350 Kilometer entfernte Port Hedland. 

Wir setzten uns ins Auto und Nico dreht den Schlüssel im Zündschloss ... nichts passiert. Ein Zweiter Versuch ... wieder nichts. Ein paar Mal versucht er es, bis der Motor endlich startet. Wir hatten schon seit der Shark Bay immer einmal ein paar, ich nenne es mal Fehlzündungen, bei denen das Auto nicht beim 1. Mal angesprungen ist, aber so wie heute, war es noch nie. 
Wir machen noch einen schnellen Abstecher zum Fern Pool, bevor wir in Richtung Port Hedland starten. 
Die Strecke verbindet die Mienen mit der Hafenstadt und so muss man sich die Straße mit hunderten Road Trains teilen. Alles unter 4 Anhängern ist hier klein. Maximale Länge: 53,5 Meter, da wird das Überholen zum Abenteurer, erst recht mit einer defekten Kupplung. Die kleinen Buschfeuer am Straßenrand verpassen dem Ganzen noch die passende Dramatik.

Nach 4 Stunden Fahrt kommen wir endlich an, nur um festzustellen, dass das Info-Zentrum schon zu hat. 
Als ich zur Tankstelle abbiegen will, geht das Auto einfach aus. Langsam glaube ich, dass es an mir liegt. 
Wir fliehen zum Strand mit dem verheißungsvollen Namen Pretty Pool (=schöner Pool). Aber nichts da „pretty“, gelber grober Sand, das Meer ist einen gefühlten Kilometer weg und das Restwasser, was sich im Ausläufer noch befindet, lädt nicht gerade zum Planschen ein. 
Es sind auch schon die ersten Ansätze der für den Norden typischen Mangroven zu erkennen. 
Immerhin gibt es neue öffentliche Duschen. Wir grübeln, wie es mit unserer Roose weitergeht und wir ahnen, dass es wohl bald Zeit wird, das gute Stück zu verkaufen. Denn so wie es im Moment ist, wollen wir nicht die Fahrt bis nach Darwin, geschweige die komplette Ostküste, riskieren. Inzwischen ist jeder Start des Motors eine Zitterpartie und wir sind langsam ratlos, was wir machen sollen. 
Immerhin ist Port Hedland eine der wenigen Orte, die stadtnahe eine kostenlose Übernachtungsmöglichkeit bietet, sogar mit gratis W-Lan, das freut das Backpacker-Herz. 
Roose bringt uns trotz allem bis hierher und wir grübeln weiter, bis wir einschlafen.

Freitag, 5. September 2014

Wandertag

Nach einem entspannten Morgen starten wir in einen für unsere Verhältnisse überdurchschnittlich sportlich aktiven Tag. 

Ziel sind die anderen Gorges (=Schluchten) im National Park, die man selbstverständlich auch bewandern kann. Nach 20 minütiger holpriger Fahrt über die unbefestigten Straßen im Park erreichen wir einen der ersten Gorges mit dem Kalamina Wasserfall. Eigentlich wollten wir nur kurz den Wasserfall anschauen und uns dann in Richtung unserer Haupttagesziel bewegen, aber warum auch immer haben wir die komplette Schlucht bewandert (3 km gesamt). 
Vorbereitet wie immer, ging es uneingecremt und ohne Wasser los. Wie gesagt, eigentlich wollten wir nur schnell den Wasserfall begutachten. 
Gelohnt hat sich das Ganze nicht wirklich. Die Wanderung war schön, die Umgebung grün, das Wasser allerdings auch und so hat es sich nicht wirklich zum Baden angeboten, außer man plant eine Karriere als grünes Algenmonster. 



Der Wasserfall war auch weniger spektakulär als erwartet, aber immerhin bot der eine algenfreie Abkühlung. 



Da wir den halben Vormittag mit diesem Gorge verbummelt haben, genießen wir bei den nächsten beiden Schluchten einfach nur den Ausblick von den Plattformen.
"Joffre Gorge", aber ich finde "Peppermint Gorge" ist viel naheliegender

"Knox Gorge"

Danach haben wir es endlich zum eigentlichen Hauptziel geschafft, die Stelle im Park, an der 4 Gorges aufeinandertreffen. Wir lassen alles von der Aussichtsplattform aus auf und wirken und staunen, was Mutter Natur so alles schafft. 
  

Es ist schon um 3 als wir in den Hancock Gorge hinabklettern. Wieder aller Empfehlungen habe ich natürlich trotzdem meine Kamera mitgeschleppt. Keine 100 Meter später stehen wir schon knietief im Wasser und so langsam dämmert es uns, dass diese Schlucht wohl nicht aus Spaß als Stufe 5 (=höchste Schwierigkeitsstufe der Wanderwege) eingestuft ist. 


Umdrehen kommt nicht in Frage und wir gehen weiter bis zu dem Punkt, an dem aus knietief - Linda-kann-nicht-mehr-stehen-tief wird. Nico geht vor und schaut wie es weiter geht. Ich überlege mir eine günstige Route, um an den Felsen oberhalb des Wassers entlangzukraxeln. Scheint aber alles recht unsicher und meine Kamera ist mir einfach viel zu lieb, um sie zu riskieren. 


Nico kommt zurück, erzählt natürlich wie toll es ist und wir tauschen die Rollen. Er wartet und passt auf Rucksack und Kamera auf und ich schwimme weiter durch die Schlucht. Teilweise ist es so eng, dass man beim Schwimmen aufpassen muss, nicht mit den Händen oder Füßen gegen die Felsen zu stoßen. 
Kurz darauf kommt man an einen Ort, den die kreativen Köpfe des Namensvergebungskomitee Amphitheater genannt haben. Da steht man verloren in der Schlucht um sich rum alles Fels, der sich links und rechts in den Himmel erhebt. Über klitschige Steine geht es weiter zum 
Spider Walk (=Spinnen Gang) ein enger Gang durch die Felsen. Hier mache ich erst einmal kehrt und gehe zu Nico zurück. Auf dem Weg kommen mir 2 andere Abenteurer (ja, so fühlt man sich im Moment) entgegen. Nico hat inzwischen die Kamera irgendwo weiter oben auf einen Fels versteckt. Wir lassen den Rucksack wo er ist und starten noch einmal gemeinsam in Richtung Spider Walk. 
Es macht einen heiden Spaß dadurch zu klettern. Unter einem fließt das Wasser, hier nur knöchelhoch, dafür manchmal über ziemlich hohe Stufen, was die ganze Kletterei etwas umständlich gestaltet. Aber wir schaffen es bis zu Kermits Pool und damit zum Ende des Wanderweges. Ab hier wird es zu steil und zu gefährlich auf eigene Faust weiterzuklettern. Ein nettes oranges Seil teilt einem mit, das es hier nicht weiter geht. Wir genießen den Blick in die abfallende Schlucht und saugen den Moment in uns auf. 
Wir machen uns auf den Rückweg und schlagen uns wacker am Spider Walk, bei dem man jetzt bergauf klettern muss. 
Wir schwimmen durch den Engpass und sind wieder beim kameratauglichen Teil des Wanderweges. Nico holt das gute Teil vom Fels. Wir trocknen uns ab und machen uns auf den Rückweg.

Nach vielen Felsstufen erreichen wir endlich den Parkplatz und hier treffen wir auch wieder den Deutschen Reisenden. Heute erfahren wir, dass er ein Zahnarzt aus dem Saarland ist - damit wäre das Rätsel um den mysteriösen Akzent geklärt [leider sind unsere Bonushefte in Deutschland, sonst hätten wir uns direkt unseren Stempel abgeholt ;-) ].

Wir bringen die 50 Kilometer holprige Heimfahrt hinter uns und gönnen uns ein leckeres Abendbrot.  2 andere Camper gesellen sich zu uns und wir starten in eine lange Unterhaltung.

Donnerstag, 4. September 2014

Unbeschreiblich

Am Morgen machen wir das Auto fahrfertig und starten, nachdem wir uns einen unechten Sonnenaufgang angesehen haben, in Richtung Parkeingang. 
Ihr wundert euch, was ein unechter Sonnenaufgang ist? Ganz einfach, den echten Sonnenaufgang konnte man auf Grund der vor uns liegenden Bergkette nicht sehen. Jetzt erhebt sich die Sonne aber langsam hinter den Bergspitzen und ich Taufe das ganze Spektakel unechter Sonnenaufgang.

Da die Straßen im National Park größtenteils geteert sind, pumpen wir unsere Reifen wieder auf Normaldruck auf und füllen den Tank mit unserem Restbenzin aus den Kanistern. Danach geht es weiter zum Info-Zentrum, das hat aber zu. Also fahren wir zum Campingplatz und bezahlen für 2 Nächte. 
Welch Überraschung, die Betreuer dieses Campingplatzes sind, na wer errät es?, natürlich auch wieder Deutsche. 
Wir beschließen unser Zelt aufzubauen, was seit der Kartoffelfarm in Albany ein recht langweiliges und einsames Leben im Fußraum hinter dem Beifahrersitz verbringen musste.
Im National Park gibt es viele Schluchten, in denen man wandern kann und meistens findet man auch Felsenpools, Wasserfälle oder Ähnliches, die eine nette Erfrischung bieten. 
Wir starten gegen Mittag direkt in Richtung der ersten Schlucht.
Nach einem noch steileren Abstieg über eine Felsentreppe [diesmal mit entsprechendem Schuhwerk] stehen wir in mitten der Schlucht und sind überwältigt. 


Ein kleiner Bach schlängelt sich über Steine und Felsen durch urige, wilde Vegetation und links und rechts erheben sich 2 mächtige Felswände. 
Ich kann Fotos machen wie ich will, hier muss man selbst gestanden haben, um zu verstehen, wie atemberaubend dieses Gefühl ist.


Wir folgen dem ausgeschriebenen Weg, der zum Circular Pool (=runder Pool) führt. Nico springt wie immer direkt ins eiskalte Wasser. Ich brauch eine Weile und drehe nach einer kleinen Runde direkt wieder um und gehe raus. Das Wasser ist mir viel zu kalt und ich habe das Gefühl einzufrieren, wenn ich mich noch länger darin aufhalte. 

Das erste Mal weiß ich nicht, wie ich euch alles Beschreiben soll. 
Man entdeckt, hört, riecht so viel, wenn man durch die Schlucht wandert, über kleine Felsen klettert und von Stein zu Stein springt, um die kleinen Bäche zu überqueren. 
Ich lasse einfach mal die Bilder "sprechen".

"Circular Pool" 
und noch einmal der "Circular Pool" 
180° "Dales Gorge" 

"Wasserkaskaden" 

  und wenn man die Augen offen hält, entdeckt man solche Gefährten ...

Nach eine gemütlichen Wanderung kommen wir an den Fortesque Falls an. Es wird immer bewölkter, aber das nimmt  diesem Ort auf keinen Fall die Schönheit. Eine gewisse innere Ruhe macht sich breit. 
"Fortesque Falls" 

Nach einem weiteren kurzen Marsch kommen wir zum letzten Pool in der Schlucht. Der Fern Pool ist trotz Wolken traumhaft schön. In den Bäumen um das Wasser entdecken wir Kakadus und Flughunde.



Wir haben Glück und haben den Wasserfall für uns. Das Wasser ist im Vergleich zum Circular Pool angenehm warm und wir genießen die Massage des herunterprasselnden Wasserfalls. 
Kein Wunder, das dies eine heilige Stätte der Aborigines ist. 
Als wir über die Leiter aus dem Wasser klettern knabbern kleine Fische an unseren Füßen. Sie haben es auf die toten Hautschuppen abgesehen. Das kitzelt sag ich euch.

Wir genießen noch eine Weile das Bild und den Moment und machen uns dann daran, über die Felstreppe nach oben zu steige. Verschwitz kommen wir an und würden am liebsten gleich wieder runter gehen, um uns noch einmal abzukühlen. 


Am Abend zieht immer mehr Wind auf und dann fängt es doch tatsächlich an zu regnen. 
Da baut man nach 6 Monaten das Zelt auf und dann regnet es. Das kann wieder mal nur uns passieren. 
Wir flüchten ins Zelt uns lassen uns vom gleichmäßigen tropfen des Regens ins den Schlaf lullen.

Mittwoch, 3. September 2014

Hamersley Gorge

Am Morgen befolgen wir den Rat des Mechanikers und lassen den Reifendruck ab (im Übrigen war es der Vorschlag  des Mechanikers aus Karratha, die 300 Kilometer über holprige Dirt Roads zu fahren). 
Um noch etwas mehr vom Millstream Chichester Natinal Park zu sehen, fahren wir den Snappy Gum Drive, eine kleine Strecke durch den National Park, von der aus man eine super Aussicht in die Umgebung hat. Sogar eine kleine Flußdurchfahrt war dabei. Allerdings nicht sehr spektakulär, da es sich tatsächlich nur um ca 5 Zentimeter tiefes Wasser gehandelt hat. 

Nico hat sich im Anschluss noch im "Deep Reach" abgekühlt, während ich doch lieber nur die Füße ins Wasser gehalten habe. Dort haben wir auch einen anderen Deutschen getroffen - hach die Welt ist so klein und die Deutschen überall. Allerdings handelte es sich diesmal um einen männlichen Urlauber mittleren Alters. Er hat dasselbe Ziel wie wir, den Karijini National Park und wir werden ihn wahrscheinlich noch öfters begegnen.  


Wir fahren weiter über eine staubige und vor allem ziemlich holprige Piste. Der niedrigere Reifendruck bringt aber immerhin etwas Besserung und wir werden nicht allzu sehr durchgeschüttelt. 
Irgendwann nach 100 Kilometern fragen wir  uns, ob wir schon auf der Privatstraße von Rio Tinto sind. Wir konnten keine eindeutigen Schilder sehen. Wir werden nie erfahren, ob wir tatsächlich die Straße gefahren sind, denn nach ein paar weiteren Kilometern erreichen wir die erste Attraktion des Karijini National Parks: den Hamersley Gorge (=Schlucht) mit einem wunderschönen Wasserbecken. 
Wir klettern über eine abenteuerliche Natursteintreppe hinunter in die Schlucht.

Da wir von oben nur das einladende Wasser gesehen habe, bestreitet Nico die Kletterpartie in Flip Flops. Unten angekommen, stürzt er sich direkt wieder ins strahlend blaue Wasser. Ich brauche etwas länger, kann mich dann aber doch überwinden. Das Wasser ist anfangs recht kalt aber man gewöhnt sich schnell daran. Wir sonnen uns auf den warmen Felsen und lauschen dem sanften plätschern des stetig fließenden Wassers. Das Leben kann so schön sein und für einen kurzen Moment vergisst man alles um sich herum. 
Und auch hier treffen wir den Deutschen noch einmal. Er hat einen recht markanten Akzent, aber ich kann ihn in keine Ecke Deutschlands stecken. 


1000 Bilder später klettern wir über die Felsen zurück und machen uns auf die Rastplatzsuche. Denn wir wollen erst morgen früh weiter zum Campingplatz im National Park fahren. 
Dank App [ja, der Backpacker von heute nutzt natürlich auch moderne Medien, um einen im Idealfalle kostenlosen Platz zum Schlafen zu finden] finden wir eine kleine freie Stelle im Busch direkt neben der Straße. 
Wir sind nicht die Ersten, die hier übernachten. 

Nach einem schönen Sonnenuntergang wird es wie immer schnell dunkel und wir retten uns vor Mücken, Motten und Co. im schützenden Auto.

Dienstag, 2. September 2014

Stunde der Wahrheit

Nach 150 weiteren Kilometern unter der inzwischen brennend heißen australischen Sonne kommen wir in Karratha an. 

Bereits auf den Weg dorthin kamen wir an vielen Mienen und Gasförderanlagen vorbei. In unserem Reiseführer (LonelyPlanet) wird Karratha als Stadt beschrieben, die auf Grund der umliegenden Mienen entstanden ist und weniger dem Tourismus gewidmet ist. Und tatsächlich hat man das Gefühl, dass jeder hier Arbeitssachen trägt. 

Das Info-Zentrum ist sozusagen das erste Gebäude, was man bei der Fahrt in die Stadt trifft und natürlich sind wir wieder angehalten um uns zu erkundigen. Diesmal fragen wir aber nach einer Liste aller Mechaniker in der Stadt und nach einer Preisliste für alle Campingplätze. 

Da wir vor dem Mechaniker etwas Bammel haben, beschließen wir erst einzukaufen uns zu tanken. Da die Kanister komplett leer sind und auch unser Tanker fast leer ist, haben wir eine beachtliche Tankrechnung von 309$ für fast 200 Liter Benzin. 
Jaja, die gute Roose ist durstig und das Benzin an den abgelegeneren Orten der Westküste teuer. 
Für deutsche Verhältnisse ist der Sprit hier dagegen sogar billig- 1,689$/l (1,18€).

Wir überwinden uns und fahren zur Werkstatt. Der freundliche Mechaniker teilt uns mit, dass er ab dem 11. September wieder Termine frei hat. Meine Güte hat der Mann zu tun.
Wir gehen zur nächsten Werkstatt, die günstiger weise direkt gegenüber liegt, da 3 von 4 Mechanikern gerade an einem Tisch im Schatten sitzen und alles andere als Arbeiten, gehen wir davon aus, dass hier die Auftragslage etwas ruhiger ist. Wir parken Roose auf den Hof und nach einer kurzen Beschreibung des Problems starten Nico und der Mann zu einer Testfahrt. Ich steh wieder wie ausgesetzt an der Werkstatt und muss warten.
Als die Beiden wieder angefahren kamen, konnte ich schon in Nicos Gesicht sehen, dass Roose natürlich bei dem Mechaniker nicht im Pedal geklopft hat. Der Mann hat trotzdem eine Vermutung, die unsere Hoffnung auf eine kostengünstige Lösung des Problems in molekulare Kleinstteilchen zerschmettert. 
Er denkt, dass die Kupplung des Automatikgetriebes nicht richtig funktioniert bzw. schlicht weg verschlissen ist. Ich könnte jetzt versuchen euch zu erklären, was der Mann uns erklärt hat (es ging um 2 Kupplungssysteme und wie sie arbeiten), aber das kann ich mir glaube ich sparen. 
Was allerdings eindeutig klar ist, die Reparaturkosten würden wahrscheinlich über den Wert des Wagens liegen. Eine Reparatur kommt für uns daher nicht in Frage. 
Allerdings meinte der Mechaniker auch, dass das Auto trotzdem noch fahrtüchtig ist und nur etwas mehr verbraucht - na darauf kommt es auch nicht mehr an!

Immerhin haben wir jetzt Klarheit und wissen, dass wir uns wohl an das Klopfen gewöhnen müssen. Der Mechaniker wollte übrigens für die Diagnose keinen Cent. 
Wir sind inzwischen ziemlich sicher, dass unser Glück damals in Taiwan den Anschlussflug nach Australien verpasst hat oder, dass das Karma uns hasst. Soll uns aber auch egal sein. wir lassen uns nicht davon abbringen die Westküste Australiens zu erkunden und starten ein paar Stunden später in Richtung Karijini National Park, der liegt circa 400 Kilometer im Landesinneren. 

Zuvor haben wir uns aber noch die Erlaubnis geholt, auf der Privatstraße des riesigen Mienenunternehmens Rio Tinto fahren zu dürfen. Dafür muss man sich im Info-Zentrum einfach einen 20-minütigen Film.anschauen und dann noch ein kleines Formular ausfüllen. Der Spaß kostet nichts und spart uns einige Kilometer Umweg, denn die nächste öffentliche Straße in Richtung National Park zweigt erst wieder von Port Hedland ab. 

Nach 90 Kilometer wird die Straße zur Dirt Road (vergleichbare mit einem trockenen deutschen Feldweg) und es schüttelt uns richtig durch. Die verbleibenden Kilometer auf dem Navi wollen nicht weniger werden und wir haben Angst, den Campingplatz nie zu erreichen. Kurz vor dem Ziel werden wir von ein paar Rindern ausgebremst, die mitten auf der Straße stehen. Wenn auch etwa widerwillig, trotten sie langsam aus dem Weg und wir haben wieder freie fahrt. Es ist schon dunkel, als wir endlich am Campingplatz im Millstream Chichestere National Park ankommen und wir sind froh, dass wir endlich ins Bett können.



Achso:

Hier im nördlichen Teil der Westküste ist es vollkommen normal, das Schafe, Ziegen oder Rinder am Straßenrand stehen und grasen. Es sind glaube ich wilde Tiere, die man hier und da im Busch erkennen kann. Riesige neongelbe Schilder warnen einfach nur vor vereinzelten Tieren auf den nächsten 80 Kilometern. 
Gestern haben wir einen monströsen Bullen entdeckt, gegen eine Kollision mit diesem Ungeheuer, wäre jeder Zusammenstoß mit einem Känguru Spaß. Bisher hatten wir aber immer Glück und wir hoffen, dass es auch weiterhin so bleibt.


Bis morgen.

Montag, 1. September 2014

No risk - no fun!

Am Morgen verlassen wir den National Park. 
Und es passiert, worauf wir schon so lange warten, aber insgeheim hoffen, dass es nie passiert. Ein Känguru springt uns vor das Auto. Es hat im letzten Moment noch versucht umzudrehen, aber ein lautes Poltern verrät uns, dass wir es leider doch erwischt haben. 
Nun liegt das arme Tierchen dort am Straßenrand und hat ein gebrochenes Bein. Wie es der Zufall will kommen just in diesem Moment Mitarbeiter des Parks angefahren und kümmern sich um das Känguru [stellt euch vor, was immer ihr euch vorstellen wollt]. 

In Exmouth füllen wir noch einmal unsere Wasservorräte auf und starten in Richtung Karratha. Ja, wir riskieren es erneut und besuchen keinen Mechaniker. 

Es folgen 400 heiße und vor allem recht langweilige Kilometer, unterbrochen von einem Zwischenstopp zum Fahrerwechsel und Tanken. Am Straßenrand ziehen wieder tausende von Termitenhügeln an uns vorbei. Nach 200 Kilometern verändert sich das Bild und vor uns erheben sich tatsächlich hier und da kleine Berge aus der sonst so ebenen Fläche [achso, die Termitenhaufen findet man natürlich auch überall]. 


Wir wissen, dass wir Roose heute viel zugemutet haben, aber sie bringt uns trotzdem ans Ziel. Einen Rastplatz neben einem ausgetrockneten Flussbett. Wir stellen uns natürlich wieder neben den Camper, der pünktlich um 7 zum Abendprogramm sein Notstromaggregat anmacht. Super! 
Nach einer Stunde bemerkt er, dass er der Einzigste ist, der so ein olles Spukding an hat und schaltet es schweren Herzens wieder aus. Danke!

Roose klappert und knackt immer noch fröhlich vor sich hin und morgen wollen wir in Karratha zu einem Mechaniker gehen.

Schlaft gut und drückt uns die Daumen, dass bei unserer Roose nichts schlimmes kaputt ist.

Sonntag, 31. August 2014

Schock meines Lebens

Über Nacht ist ein starker Wind aufgekommen und das Frühstück wird zum Abenteuer, da so gut wie alles zu leicht ist, um es einfach auf den Tisch zu legen.

Wir bezahlen für eine weitere Nacht, müssen aber auf einen anderen Campingplatz wechseln. Da man an der Stelle, an der wir gestern schon waren, nur bei Flut schnorcheln soll haben wir den Vormittag an der Torquois Bay verbracht. Diese wenigen Stunden haben unserer Bräune ziemlich gut getan. 

Als das Wasser dann endlich steigt, fahren wir zu Oyster Stack und legen gleich los. 
Den Schock meines Lebens bekomme ich, als vor mir plötzlich ein kleiner Hai auftaucht und seelenruhig an mir vorbeischwimmt. Wieder ärgere ich mich, dass die blöde Kamere nicht funktioniert. Als ich Nico von meiner Begegnung erzähle, will er mir nicht wirklich glauben, aber ich weis, was ich gesehen habe [ich habe mal in die Fisch-Identifizierungs-Broschüre geschaut, ich vermute, dass ich einen Gummy Shark oder ein Reef Shark gesehen habe]. Nach der Begegnung war mir etwas mulmig (da kommt der Angsthase in mir durch) und ich bleibe in der Nähe des rettenden Ufers. 
Irgendwann beschließe ich, mich meinem Buch zu widmen, während Nico weiter den Fischen hinterherjagt. 


Auch heute versuchen wir uns ein Abendessen aus dem Meer zu ziehen, aber wir haben kein Glück, dafür konnten wir aber Schildkröten sehen, die ab und zu ihre Köpfe aus dem Wasser gestreckt haben, um Luft zu holen. 

Auch auf diesem Campingplatz versammeln sich am Abend einige der Camper an einem Tisch und quatschen über Gott und die Welt.

Irgendwann kuscheln wir uns in das viel zu warme Bett und versuchen zu schlafen. 


Wir stellen fest, dass man nicht Beides haben kann, hat man den ganzen Tag Sonne, muss man sich abends ins zu warme Bett legen, ist es den Tag über kühl ist das Bett dafür angenehm.

Samstag, 30. August 2014

Fische in allen Formen, Farben und Größen

Am Morgen beschließen wir nach Exmouth zu fahren. 
Das ist zwar ein ziemlicher Umweg, vor allem wenn man mit einem kaputten Auto unterwegs ist, aber man ist ja nur einmal hier. Außerdem lohnt sich der Abstecher definitiv, wie wir später raustellen werden.

Auf der Fahrt nach Exmouth gab es nicht all zu viel Spektakuläres, außer weiteren hunderten Termitenhaufen, knacken im Pedal und holprigen Fahren. 
Die Stadt selbst ist auch kein Highlight. Es gibt ein paar Einkaufsmöglichkeiten, ziemlich teures Benzin, Campingplätze, bei denen man pro Nacht 40$ und aufwärts bezahlen soll und selbst verständlich ein Info-Zentrum. Wie immer wird hier das nötige Kartenmaterial für die Region besorgt und nach sehenswerten gefragt. In der Stadt selber gibt es davon nicht all zu viele, aber 50 Kilometer außerhalb befindet sich der Cape Range National Park der direkt in das Ningaloo Riff übergeht. Also wieder rein ins Auto und ab zum National Park. Hier sichern wir uns noch schnell einen Platz auf einen der Campingplätze im Park. Dafür werden 10$ pro Person pro Nacht verlangt, das ist aber immer noch besser, als zurück im einen der horrend teuren Caravanparks in Exmouth zu fahren. 

Wir müssen unsere Buchung noch direkt vor Ort bei den Betreuern der Campsite bestätigen und konnten dann nach einem kleinen Mittag direkt wieder zum Schnorcheln aufbrechen. Die netten Betreuer haben uns, entgegen der meisten Reiseführer, nicht Torquois Bay, sondern die Bucht Oyster Stacks empfohlen. 
Hier hat man zwar keinen Strand, dafür ist man, sobald man über etwas rutschige und spitze Steine geklettert ist, schon mittendrin im Riff. 
Sobald man den Kopf unter Wasser steckt taucht man in eine komplett andere Welt ein. Fische in allen Formen, Farben und Größen schwimmen um einen herum, Korallen bilden die verrücktesten Konstrukte und über all kann man immer wieder etwas neues und aufregendes entdecken. Nico hatte Glück und konnte sogar eine Schildkröte sehen. 
Mein Highlight sind die Seegurken [Bild ganz rechts]. Die sehen genau so aus, wie sie heißen. Es gibt keinen treffenderen Namen für dieses Lebewesen - lange schwarze unförmige Würmer, die am Meeresboden Sand einsaugen, alles  nahrhafte herausfiltern und den Rest als kleine Sandwurst wieder ausscheiden. 
Ich bin begeistert!


Nico's Outdoor- und Unterwasser-Kamera hat natürlich schon in Denham (Shark Bay) ihren Geist, warum auch immer, aufgegeben. Wie durch ein Wunder hat sie aber noch einmal funktioniert und Nico konnte für euch schöne Bilder machen. Nach 5 Minuten war das aber auch nicht mehr möglich und seit dem verweigert das Gerät voll und ganz die Mitarbeit. 
Mal wieder der Klassiker, 7 Monate schleppen wir das Ding mit uns rum und dann, wenn es seinen eigentlichen Zweck erfüllen soll, geht die Kamera kaputt. Wir ärgern uns sehr darüber aber ändern können wir natürlich auch nichts. 

Wir beschließen der Torquois Bay doch noch einen Besuch abzustatten und schlendern am weisen Sandstrand entlang. 

 

Am Abend versuchen wir uns im Angeln, müssen aber mal wieder erfolglos zurück zum Auto gehen. 
In der Zwischenzeit haben sich alle Camper des Platzes gemeinsam an einen Tisch gesetzt und tauschen Geschichten aus. Jeder hier ist schon weit und viel gereist und so gibt es auch viel zu erzählen.


Bis morgen!

Freitag, 29. August 2014

Coral Bay

Auch heute bringt uns Roose wieder ohne größere Probleme zum Tagesziel: Coral Bay (=Korallen Bucht).


Der 190 Seelen-Ort hat sich voll und ganz dem Tourismus gewidmet und so wundert man sich auch nicht, dass man nach 2 Minuten Fahrt auf der Hauptstraße, entlang an Campingplätzen und Ferienhäuschen in allen Preisklassen, das Ende des Ortes erreicht hat.
Also umdrehen und mit offenen Augen nach irgendetwas suchen, dass uns Informationen vermitteln kann. Wir sind uns sicher, dass wir hier kein Info-Zentrum finden werden. 
Neben einem Parkplatz am Strand steht aber doch eine kleine Hütte mit dem gut bekannten "i".
Ein älterer Herr wartet nur darauf, uns mit seinem Wissen zu überschutten. 
Nach einer viertel Stunde starten wir mit einer imaginären "Must do"-Liste in den Tag.

Wir beginnen mit dem offensichtlichsten, denn vor uns liegt eine malerische Bucht, die nur so zum Schnorcheln einlädt.  


Also schnell in Bikinin und Badehose geschlüpft und los geht's.  
Langsam waten wir durch das flache Wasser bis zu der Stelle, an der es tief genug ist um problemlos komplett einzutauchen. Das Riff beginnt keine 2 Meter hinter dieser Stelle und Nico schmeißt sich ins kühle Nass und legt los. Mädchen brauchen bekanntlich immer etwas länger, aber irgendwann habe auch ich es geschafft mich komplett nass zu machen und los zu schnorcheln. Unter Wasser wurde ich dafür mit vielen Fischen und wunderschönen, wenn auch nicht ganz so farbenfrohen, Korallenstrukturen belohnt. Mein Schnorchel füllt sich leider alle 2 Minuten mit Wasser und muss dann geleert werden. Nico schwimmt in der Zwischenzeit schon fröhlich weiter draußen. Irgendwann haben wir die Sets getauscht und ich konnte auch einen kleinen Abstecher weiter raus riskieren. 
Nach dem ganzen Schnorchel-Spaß haben wir uns am Strand in die Sonne gelegt und dem Meeresrauschen gelauscht. Da die großen Wellen weit draußen vor der Küste brechen, beschränkt sich das auf leises, sanftes Plätschern. 

Als nächstes stand Punkt 2 unserer Liste auf dem Plan. 
Um dorthin zu gelangen haben wir einen kleinen Strandspaziergang unternommen.
Nach 10-15 Minuten kommen wir an dieser kleinen Bucht an. 
Wer möchte da nicht direkt wieder ins Wasser springen?

Wir verzichten, denn in dieser Bucht ziehen Riff Haie ihre Babys groß. 

Füße ins Wasser halten scheint uns aber sicher, denn keiner der Haie kommt auf die Idee nur ansatzweise näher zu kommen. Und so stehen wir am Rand, summen die Melodie aus "der weise Hai" und beobachten die schwarzen Flecken im Wasser. auf eine bedrohlich aus dem Wasser ragende Rückenflosse warten wir leider vergeblich. Ab und zu kommen einzelne Haie immerhin nah genug, dass die schwarzen Flecken tatsächlich fischähnliche Formen annehmen. Aber die Riff-Hai-Mamis und ihre Riff-Hai-Kinder sind anscheind zu Fotoscheu  für eine Nahaufnahme. 



Wir beschließen noch einmal in der sicheren [??] Bucht zu schnocheln und konnten dann pünktlich 3:30 Uhr Punkt 3 auf unserer Liste abhaken. Fische füttern, aber getreu nach dem Motto "mittendrin statt nur dabei" steht man im Wasser und die Fische können um einen herum schwimmen. 
Eine junge Frau erklärt die Regeln für das ganze Spektakel:
 1. Nicht anfassen,
2. Nicht aus der Hand füttern (Fische haben Zähne)
und ganz wichtig, 
3. nicht ausrasten, wenn die Fische einen berühren... 
Halt - stop - berühren?!

Aber es bleibt keine Zeit darüber nachzudenken. Während der Ansprache hat sie schon munter Pellets an die Leute verteilt, die fröhlich damit um sich werfen. Auch die Personen hinter Nico und mir fangen an Futter in unsere Rücken zu werfen und der Fischschwarm, mit Fischen die circa 50 Zentimeter groß waren, verteilt sich gleichmäßig um unsere Beine. Nico mit seiner Badehose merkt natürlich nichts, aber ich spüre sehr wohl die Flossen und die  glitschigen Schuppen. Ruhig bleiben war angesagt, aber das fiel mir gar nicht so einfach. 
Also stand ich in der Fischmenge, die Kamera mit einer Hand nach oben haltend (der Akku hat sich natürlich pünktlich zur Fütterung verabschiedet) und mit der anderen Hand Pellets um mich werfend. Was für ein Spaß - die Fische in ihrem Futterrausch haben das Wasser ganz schön aufgewühlt und herumgespritzt. 


Damit war auch der letzte Punkt auf der Liste erledigt und nach einer Dusche konnten wir zum nächsten Rastplatz aufbrechen. 

Auf den Weg dorthin ist das Land um uns nur so mit Termitenhügeln zugepflastert. 
Ich vermute, dass Termiten einfach wahnsinnig gerne Häufen in verschiedensten Formen und Größen bauen. Warum sich auf 5-10 Nester beschränken, wenn man hunderte haben kann? 
Wir legen uns in unser, leider immer noch etwas unruhig fahrendes, Nest und freuen uns auf morgen.


Gute Nacht Termiten, 

Gute Nacht Deutschland.