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Freitag, 20. Juni 2014

Wir stehen wieder am Anfang.

Für unser Skype-Interview sind wir in die Bibliothek von Joondalup eingerückt. Ich glaube die Mitarbeiter halten uns spätestens jetzt für verrückt. Erst kommen wir 1 ½ Monate beinahe täglich, dann ist mal ein paar Wochen Ruhe und ZACK auf einmal sind DIE wieder da.

Pünktlich um 10 haben wir dann via Skype bei AussiJobs angerufen. Unser Gegenüber war aber gerade in ein Telefongespräch und meinte sie würde uns gleich zurückrufen. Also haben wir gewartet und gewartet und gewartet. Nach 15 Minuten haben wir es ein Zweites mal versucht, aber wieder war sie in einem Gespräch. Also hieß es weiter warten. Nico wollte gerade das Auto umparken [man darf nur eine Stunde parken] als AussiJobs zurückrief. Also hat er doch nicht umgeparkt, was wir später bitter bereuten. Das Interview begann direkt mit der ersten schlechten Nachricht. Die Agentur hat keinen Job für uns parat, sie wollen sich nur einen persönlichen Eindruck von uns machen. Als wir dann meinten, dass wir einen anderen Station-Job nörlich von Perth in Aussicht haben wurde die Dame hellhörig. Als sie dann noch den Name John hörte klingelten bei ihr alle Alarmglocken im Kopf. Oh oh!!! Sie hat dann jemanden angerufen, der dort schon einmal gearbeitet hat und er hat uns abgeraten, dort anzufangen. Auch die Dame von der Agentur meinte, dass sie den Manager nicht positiv in Erinnerung hat.

Na klasse, was sollen wir denn jetzt machen?
Unseren Pruning-Job in Margaret River, der am Montag beginnen sollte, haben wir gestern abgesagt.

Nico ist dann das Auto umparken gegangen um kam wütend und mit einem Strafzettel in der Hand wieder zu mir zurück. Wir haben mal wieder eine 60 $ Strafe bekommen, weil wir länger als eine Stunde standen.
Meine Güte läuft das mal wieder alles perfekt!

Also hieß es ab in die Stadtverwaltung Widerspruch einlegen. Immerhin haben wir ja einen berechtigten Grund für´s Parken über der Zeit und Absicht war es definitiv auch nicht. Mal sehen, wie das ausgeht. Den Job auf der Station haben wir auch abgesagt.


Demotiviert ging es dann in unseren Vogelpark.
Wir stehen wieder am Anfang.
Keinen Job, dafür ein Knöllchen.
 Wieder heißt es: Jobsuche.

Auf der Seite einer anderen Jobagentur haben wir uns dann für einen Job beworben und direkt einen Rückruf bekommen. Wir können ab Sonntag für eine Woche Mandarinen pflücken.
Wir haben keine Ahnung, worauf wir uns da einlassen, aber wir haben keine Wahl.
Nach einem kurzen Telefonat mit dem Manager [er heißt übrigens auch John – was ein Zufall] war alles geklärt. Wir werden per Bin [Korb] bezahlt, wer schnell ist, der verdient auch viel.

Na mal sehen, wie das wird.

Donnerstag, 19. Juni 2014

Das Abenteuer ruft

Nach einer erfrischenden Dusche am Morgen haben wir beschlossen, unsere Zeit nicht in Margaret River abzusitzen. Wir haben uns Cape Naturaliste angeschaut. Dort gibt es einen kleinen Rundweg, der zu einem Punkt führt, wo man Wale beobachten kann. Leider konnten wir keinen erspähen. Der Wanderweg führte uns weiter zu einer Stelle, die „the other side oft he moon“ [die andere Seite vom Mond] genannt wird. Hier hat der raue Meereswind der Landschaft ganz schön zugesetzt und alles wirkt karg und unfreundlich. Das Wetter hat diesen Eindruck noch verstärkt [es sieht auf den Bildern zwar schön aus, aber es ging eine deftige Briese und meistens war es bewölkt], aber immerhin regnet es  nicht.


Die Nacht haben wir auf einem Rastplatz zwischen Busselton und Bunbury verbracht.
Am Donnerstagmorgen wurden wir dann von einer Email überrascht. Mal wieder ein Jobangebot, dieses mal von jemanden, der uns vor 2 Wochen schon einmal angeschrieben hatte, uns aber nie geantwortet hat. Wir sollen doch bitte anrufen, wenn wir noch suchen. Weil wir die alten Mails mit der Nummer schon gelöscht hatten, haben wir per Email geantwortet und um einen Rückruf gebeten.
Mit neuer Hoffnung sind wir weiter Richtung Bunbury gefahren. Dort gab es am Strand ein leckeres Mittagessen. Und dann kam der Anruf von John. Er hat einen Job für uns 700 km über Perth im Nirgendwo auf einer Station (=riesengroße Farm). Das klingt doch mal gut. Wir haben dann noch ein paar Details besprochen und ausgemacht, dass wir bald dort anfangen werden. Jetzt müssen wir nur noch irgendwie die 700 km hinter uns bringen.

Aber was soll`s – das Abenteuer ruft und so sind wir weitergefahren in Richtung Perth.
[dort wurden wir herzlich mit einem schönen Stau und Regen empfangen]


Nach 3 Wochen Fast Food Abstinenz haben wir ausgiebig bei Bürger King und McDonald diniert. Und 3-mal dürft ihr raten, wo wir geschlafen haben, natürlich wieder auf einem noch unbebauten Grundstück im Wohngebiet.
Achja, wir hatten heute noch eine 2. Überraschung. Die Jobagentur „AussiJobs“, von der ich euch schon öfters berichtet habe, möchte morgen mit uns ein Skype-Interview führen.
Wir sind gespannt, was wir dort noch für ein Angebot bekommen und werden uns dann für das hoffentlich bessere entscheiden.

Sonntag, 18. Mai 2014

Was bisher geschah ... Rückblick vom 09. Mai – 18. Mai

In den letzten Tagen ist wieder einiges passiert und es hat sich viel verändert, leider hat all das nichts mit Arbeit zu tun. 

Ich hatte ja von der Agentur (AussiJobs) geschrieben, die hauptsächlich Jobs für Backpacker vermittelt, dort rufen wir jeden 2. Tag an, nur um erneut vertröstet zu werden.

Unseren sicheren Schlafplatz in Joondalup haben wir auch nicht mehr, als wir eines Abends dort hingefahren sind, stand ein Schild auf dem Grundstück - Construction Site - (Baustelle) und rund herum waren Pfähle als Abgrenzung gesteckt. 
Was nun, wo sollen wir denn jetzt schlafen?

Wir sind dann zu der Baustelle gefahren, wo Nico gearbeitet hatte, dort konnten wir aber auch nur eine Nacht (die Nacht zu Sonntag) bleiben, denn in der Woche wird dort um 7 angefangen zu arbeiten. 
Wir hatten aber Glück und konnten noch ein unbebautes Grundstück am Ende einer Straße finden, wo wir 5 Nächte halbwegs beruhigt schlafen konnten. 
Wir haben einen neuen Park gefunden, haben fast alle Bibliotheken in der Umgebung besucht aber ein Job lässt immer noch auf sich warten. Die Frustration über den Stillstand ist groß.

Markus und Gesa haben aber immerhin mal für Abwechslung gesorgt und uns zu einer Wanderung im John Forrest National Park überredet. 16 km Wandern - oh Gott, wie lang sind wir nicht so weit gelaufen und dann auch noch über Stock und Stein, bergauf und -ab. Ich glaube das letzte Mal, sind wir in Sydney so viel am Stück gelaufen. Der Blick auf Perth hat die Mühe aber vollkommen entschädigt. 

Auf der Strecke gab es auch einige Wasserfälle, also theoretisch, aber ohne Wasser kein Wasserfall, also haben wir trockene Felsen bestaunt.
Wir haben die Strecke dann zum Glück auch etwas abgekürzt, weil wir sonst wahrscheinlich erst im Dunkeln wieder am Auto gewesen wären. So haben wir im Endeffekt ca. 10 km der Strecke bewandert. Zum Schluss durften wir noch eine Gruppe Kängurus bestaunen, die dort neben der Gaststätte gefüttert wurden sind.

Am 15. kam dann ein Anruf von Sam. Er hat wieder Arbeit für Nico und diesmal sogar für eine ganze Woche - YES! Aber erst ab nächsten Montag.
Nun galt es das nächste Problem zu klären, wenn man eine Woche Arbeit hat, ist es besser ein Zimmer zu mieten, dass man nicht immer zum Strand duschen fahren muss? Also haben wir uns hin gesetzt und nach Zimmern gesucht und auch gefunden. Eins konnten wir uns am Samstag anschauen. Aber wir konnten uns nicht so wirklich für das, mit Menschen vollkommen überfüllte Haus, begeistern. 230 $ für 7 Nächte in einem kleinen Häuschen mit 4 anderen Personen, nein danke.
Aber das Schicksal meinte es nach langem mal wieder gut mit uns. Den Sonntagmorgen konnten wir mit einer warmen Dusche beginnen. Wir haben doch tatsächlich einen Park/Sportplatz mit warmen Duschen gefunden. Die eigentlichen Duschen sind versperrt, aber in den behinderten Toiletten sind auch Duschen drin und die sind tagsüber nicht abgesperrt. 
Danach ging es ins IKEA, nein, nicht zum shoppen, das Auto ist so schon vollkommen überfüllt, es gab Hotdogs. Die sind hier zwar nicht so lecker wie in deutschen IKEA's aber immerhin essbar und vor allem mit 1 $ pro Stück bezahlbar. 
Der Hotdog besteht hier nur aus Brötchen, Würstchen, Ketchup und Senf. Geröstete Zwiebeln (die ich schmerzlich vermisse) und saure Gurken sind Mangelware. Vielleicht sollte ich denen das vorschlagen, ich bin mir sicher, dass sich die Verkaufszahlen erheblich steigern würden.

Und so reit sich ein neue Mahlzeit auf meine "Das will ich unbedingt essen, wenn ich wieder in Deutschland bin"- Liste:  (IKEA-)Hotdogs MIT gerösteten Zwiebeln

Achso auf meiner Liste stehen schon:
Roulladen mit Rotkraut und Klößen 
Roster
Selbsteingelegte Steaks
Zwetschgenknödel ala Hilda 
Röhr'nkuchn
Käse und Joghurt 
(denn obwohl es in diesem Land Unmengen von Kühen gibt, sind alle Milchprodukte so unverschämt teuer)

Wenn mir noch etwas einfällt, ergänze ich das für euch noch.

Bis bald